Julika Sandt

SANDT fordert Monitoring zur psychischen Situation von Kindern

Pressemitteilung

Strukturelle Defizite beim Kinderschutz in Bayern benannte der Vertreter des Kinderschutzbundes beim heutigen Experten-Fachgespräch im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags zum Thema "Kindeswohl in Corona-Zeiten". Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der FDP im Bayerischen Landtag Julika Sandt fordert, dass sofort Konsequenzen aus dem Fachgespräch gezogen werden:

"Besonders in Bayern wurden Kinder in Corona-Zeiten viel zu lange als Virenschleudern gesehen. So wurden ausgerechnet Kinder von den Antikörpertests im Auftrag der bayerischen Staatsregierung ausgeschlossen. Sträflich vernachlässigt wurden vor allem aber die Auswirkungen der Betretungsverbote von Kindertagesstätten auf die Psyche der Kinder. Wie die Experten heute bestätigten, brauchen wir ein Monitoring, das die Folgen von Isolation, Bildungsbenachteiligung, Existenzängsten der Eltern und situationsbedingten Spannungen in Familien ins Visier nimmt. Schließlich ist nach wie vor für 50 Prozent der Kinder völlig unklar, wann sie wieder in ihre Kita dürfen. In jedem Fall brauchen die Familien wieder eine Perspektive. Die Staatsregierung muss endlich die Wiedereröffnung der Kitas mit möglichst festen kleinen Gruppen anpacken. Wir haben dazu einen Stufenplan vorgelegt."