Julika Sandt

SANDT: Gute-Kita-Geld schlecht investiert

Pressemitteilung

Seit einem halben Jahr bekommen die Bundesländer Fördergelder nach dem "Gute-Kita-Gesetz". Mit dem 5,5 Milliarden Euro schweren Paket will die Bundesregierung bis 2022 die Betreuung von Kindern in Kitas nachhaltig verbessern. Gewerkschaften und Kinderschützer sehen bis jetzt keine großen Fortschritte und haben Zweifel, ob das Gesetz überhaupt langfristig wirkt. Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und familienpolitische Sprecherin der FDP im Bayerischen Landtag Julika Sandt:

"Die vom Kinderschutzbund monierte falsche Prioritätensetzung sticht in Bayern besonders ins Auge. Von Anfang an habe ich kritisiert, dass im Freistaat auf Druck der Freien Wähler ein Großteil des Geldes in die Beitragsentlastung fließt und nicht in mehr Ausbildung, mehr Erzieherstellen oder eine bessere Bezahlung des Personals. Wie die bayerische Staatsregierung mit günstigeren Gebühren die Qualität der Kita-Betreuung verbessern will, ist mir ein Rätsel.

Das Gute-Kita-Geld wird in Bayern schlecht investiert. Eine vertane Chance. Schließlich ist gerade die frühkindliche Sprachförderung und Persönlichkeitsentwicklung Basis für den weiteren Bildungserfolg unserer Kinder. Das alles hätte mit dem 'Gute-Kita-Gesetz' gefördert werden können, aber die Staatsregierung pfeift drauf."