SANDT: "Rotznasen"-Lockdown stoppen

Zur Situation, dass viele Eltern ihre Kinder wegen einer laufenden Nase nicht in die Kinderbetreuung schicken dürfen, äußert sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für frühkindliche Bildung der FDP-Fraktion Bayern Julika Sandt:

„In der schwierigen Corona-Zeit ist es verständlich, dass größte Vorsicht bei jeglichen Symptomen herrschen muss. Doch eine laufende Nase wird von Kinderärzten nicht als typisches Corona-Symptom sondern als normales Training des Immunsystems bewertet. Trotzdem haben sich verzweifelte Eltern an mich gewandt, weil Kinder mit laufender Nase und sogar mit negativem Corona-Test und Gesundschreibung von der Kinderbetreuung ausgeschlossen werden - sogar wenn die Eltern in einem systemrelevanten Beruf arbeiten.

Ein genereller Ausschluss der ‚Rotznase‘ von der Kinderbetreuung wäre spätestens im Herbst ein zweiter Kinder-Lockdown. Eine zweite Phase von Isolation und Bildungsbenachteiligung ist den Kindern aber nicht zuzumuten und manövriert Familien in existenzielle Probleme.

Es ist höchste Zeit, dass in der Sommerzeit die Corona-Symptome bei Kindern durch Kinderärzte evaluiert werden und die bayerische Staatsregierung eine neue Ansage macht. Dann aber bitte einheitlich: Momentan herrscht auch Chaos, weil das Sozialministerium andere Symptome benannt hat als das Kultusministerium. Wie es aussieht, darf ein Kind mit laufender Nase zwar in die Schule aber anschließend nicht in den Hort.“