Julika Sandt

SANDT und SPITZER zum illegalen Drogenkonsum in der Psychiatrie: Fehlende Daten offenbaren Planlosigkeit der bayerischen Staatsregierung

Pressemitteilung

München, 25. Juni 2019. Der bayerischen Staatsregierung fehlen wichtige Daten zum illegalen Drogenkonsum und -handel in psychiatrischen Kliniken sowie im Maßregelvollzug. Das hat eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag ergeben.

Die sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Julika Sandt, und der gesundheitspolitische Sprecher, Dr. Dominik Spitzer, kritisieren diesen Zustand und fordern eine effektive Strategie im Kampf gegen den Drogenkonsum.

Dazu Sandt: „Die bayerische Staatsregierung weiß weder, wie viele Fälle von Drogenmissbrauch es in der Psychiatrie und Forensik gibt, noch welche Drogen konsumiert werden und wie diese in die Einrichtungen gelangen. Sie will auch keine Daten dazu erheben. Das ist fatal, denn auf dieser Grundlage lassen sich Drogenhandel und -konsum nicht bekämpfen. Für eine effektive Strategie braucht es zuverlässige Daten. Zudem sollte der Umgang mit rückfälligen Patienten in der Psychiatrie unbedingt neu überdacht werden. Dem Gesundheitsministerium zufolge werden sie aus der stationären Behandlung entlassen, wenn bei ihnen illegale Substanzen gefunden werden. Als geheilt können diese Patienten doch wohl nicht gelten.“

Spitzer ergänzt: „Eine Therapie ist dann erfolgversprechend, wenn verhindert wird, dass Drogen in die Einrichtungen gelangen“. Werde während des Entzugs weiter konsumiert, gefährde dies nicht nur die Therapie, „es kann auch zu weiteren gesundheitlichen Schäden führen“.