Julika Sandt

SANDT zu Kita-Öffnungen: Familien brauchen endlich klare Perspektiven

Pressemitteilung

Bayern will die Hälfte aller Krippen- und Kindergartenkinder bis Pfingsten wieder in die Kitas lassen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder heute nach der Kabinettssitzung. "Nach Pfingsten kommt dann der andere Teil", fügte Söder hinzu, ohne zu erwähnen, wann nach Pfingsten. Dazu die sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Julika Sandt:

"Nach Söders heutiger Aussage ist bei 50 Prozent der Kinder noch unklar, wann sie wieder ihre Krippen, Kindergärten und Horte besuchen dürfen – jedenfalls wird es nach Pfingsten sein. Ich fordere, dass alle Familien eine klare Perspektive bekommen, wann ihre Kinder wieder in die Kinderbetreuung dürfen. Das hat die bayerische Staatsregierung heute mit ihrem späten und zögerlichen Schritt versäumt.

Für viele Eltern ist die fehlende Kinderbetreuung ohne Planbarkeit ein existenzielles Problem, das die Staatsregierung immer noch nicht gelöst hat. Wann und unter welchen Voraussetzungen dürfen endlich alle Kinder wieder in die Kitas? Wann werden sie wieder professionell gefördert? Wann können ihre Eltern wieder richtig arbeiten?

Die FDP-Fraktion hat schon vor Wochen einen Stufenplan zur Öffnung der Kindertagesstätten vorgelegt, der sich an klaren Kriterien zum Infektionsschutz orientiert. Positiv ist, dass die Regierung für ihre geplanten nächsten Schritte offenbar unseren Öffnungsplan zur Blaupause genommen hat. Das gilt jedenfalls für die von uns beschriebenen Maßnahmen, um Kapazitäten für Kleingruppen zu schaffen und für die Reihenfolge, welche Kinder zuerst wieder in die Kinderbetreuung dürfen.

Im Gegensatz zur bayerischen Staatsregierung benennen wir jedoch präzise Voraussetzungen, unter denen alle Kinder wieder zurück in ihre Kita dürfen. Und diese Bedingungen – von der Reproduktionszahl über die Hygienepläne bis zum Personalschlüssel – könnten inzwischen in nur noch wenigen Tagen erfüllt werden."